grundlegende Gedanken zu Netzwerken, Blognetzwerken, Kommunikationsnetzwerken

Nach Sichtung, Bewertung und Besprechung diverser Blognetzwerke möchte ich einige wesentliche Gedanken zum Design solcher Netzwerke ausformulieren.

Zuerst fällt mir immer wieder auf, dass derartige Netze gern als „Blognetzwerk“, „Spamnetzwerk“ oder „Webring“ bezeichnet werden. Dies ist natürlich der falsche Ansatz. Betreibt man den Aufbau solcher Strukturen, sollte der Begriff „Kommunikationsnetzwerk“ gewählt werden. Der Hintergrund ist, ein solches Netz ist letztendlich ein winziges Teilabbild des Internet im Allgemeinen. Die „Natur“ des WWW ist organisch aussehende und wechselseitige Verknüpfung diverser Medien (Blogs, Social Media, Bild u. Ton usw.). So gesehen lassen sich Blogs diverser technischer Grundlagen (optimierte Joomlas, WordPress, Tumblr, WPUs usw.) sicherlich als zentrales Element solcher Kommunikationsnetze begreifen und verwerten, jedoch entfalten diese nicht (!) die gewünschte Wirkung wenn jedes einzelne Element (=Blog) NICHT als eigenständiges Webprojekt begriffen wird. Hierunter verstehe ich, dass klassische SEO-Maßnahmen wie bspw. SocialBookmarking, Linkaufbau durchgeführt werden und eine gewisse Pflege der jeweiligen Inhalte.

Ein weiteres häufiges Problem ist eine weitestgehende gestalterische Deckungsgleichheit aller Blogs. Es ist absolut notwendig, in (un)regelmäßigen Abständen die Templates zu wechseln – WordPress bietet hierfür eine recht ordentliche Masse an kostenfreien Themes an. Extrem gefährlich ist selbstverständlich auch eine häufig sichtbare 100% Verlinkung auf EINE Moneysite. Wir nutzen u.a. eigene Affiliateprojekte und Fotos als „Lückenfüller“. Gerade ein gewisser Grad an „Multimedialität“ wirkt sich aus meiner Sicht fördernd auf die gewünschten Resultate aus. Fotos gehören prinzipiell uns, wir halten sämtliche Verwertungs- und Urheberrechte an diesen Medien und legen Wert auf eine ständige Erweiterung der „internen“ Fotodatenbank.

Blogs vom Typ „WordPress“ sollten idealerweise dynamisiert sein, dies bedeutet vor allem die Verwendung von Plugins wie bspw. „Post Randomizer“ oder „Rotating Link Widget“.

Viele machen auch den Fehler, zu glauben / zu hoffen dass ein aufgesetztes Netzwerk sofort Wirkung zeigt. Dies ist meiner Erfahrung definitiv nicht mehr der Fall. Betreibt man das Thema nachhaltig und „organisch“, ist eine gewisse Reifedauer und kontinuierlicher Wachstum einzukalkulieren. Die ältesten Elemente unserer Netze sind z.T. 4 Jahre alt.

Man sollte ein blogbasierendes Netz dezentralisieren und auch auf verschiedene Hoster verteilen. Natürlich lassen sich verschiedene Freehoster wie auch Paidhoster verwerten und verwenden. Die große Gefahrenquelle bei Freehostern ist, dass gehostete Aktivitäten aufgrund von Schließungen wegbrechen können – das Netz hat sich also quasi von selbst zu „stützen“.

Zusammengefasst sehe ich häufig folgende Fehler:

  1. zu hohe Erwartungen betr. des Eintritts der gewünschten Wirkung bei „frischen“ Netzen
  2. keine oder wenig Variationen bei der inhaltlichen Ausgestaltung der Netzelemente
  3. keine SEO-Aktivitäten für die einzelnen Elemente der Netze und Verwendung externer Medien (Twitter, Facebook usw.)
  4. wenig oder kein Vorwissen betr. verschiedener Contentverteilerservices und fast religiöse Ablehnung diverser etablierter Automatismen
  5. zu kleine oder zu große Dimensionierung der Netze: Das ist vmtl. der komplizierteste Teil der Aufbauarbeit wobei hier ein gesundes Verhältnis zwischen zu publizierenden und zu pushenden Inhalt mit Netzmächtigkeit zu beachten wäre …
  6. keine oder wenig Ressourcen für den dauerhaften Ausbau und Pflege solcher Netzstrukturen: fehlende Lese- und Lernbereitschaft, fehlende Fähigkeit des „über-den-Tellerand-blicken“
  7. keine oder mangelhafte Analysemöglichkeiten: ich „webe“ von Zeit zu Zeit gewisse Elemente in unsere Netze ein, die Rückschlüsse auf „werthaltige“ oder „sinnlose“ Strategien liefern
  8. 100% inhaltliche und gestalterische Ausrichtung auf die „üblichen“ SEO-Richtlinien: ich rate hier bewusst zum Mut, auch einmal „Müll“ zu produzieren oder Teile der bekannten Richtlinien schlichtweg zu ignorieren …
  9. Ignorierung der Rahmenbedingungen diverser Hoster und Wirkungsweisen der Elemente vom Typ „Blog“: ein selbstgehostetes WordPress wirkt z.T. anders als ein Blogspot oder ein Posterous.
  10. mentales „Abheben“ nach Sichtbarkeit erster Ergebnisse

Wichtig ist, Suchmaschinenoptimierung mit Hilfe solcher Kommunikationsnetze ist und bleibt ein (!) Strategieansatz. Dieser kann – richtig verwendet – sehr schnell die gewünschten Ergebnisse in Form von Positionierungen von schlecht optimierten Webpräsenzen produzieren (siehe die auf dieser Seite gelegendlich geposteten Positionierungsergebnisse …). Im schlechtesten Fall produzieren amateurhaft aufgesetzte und gepflegte Netze nichts, einen kurzfristigen Push oder eine komplette Verbrennung der sog. „Moneysites“.

Benötigst Du Hilfe, Beratung oder langfristige Unterstützung? Ein Anruf an: 0176-67472781 genügt.

 

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