Über Netzwerke und deren Rolle im Linkaufbau

Wie viele sicherlich festgestellt haben, hat sich der “Spamjäger” der Firma “Google” einmal wieder zu Wort gemeldet und hier die “Entwertung” komplexerer Linknetzwerke angekündigt. Im Vergleich zu früheren Wortmeldungen ergab sich hier eine besondere Qualität: es wurde gezielt auf eine Linkstruktur einer oder mehrerer SEO-Agenturen hingewiesen.

Unabhängig von diversen – z.T. sehr emotional geführten – Diskussionen in diversen Blogs und Foren und nach einer intensiven Analysephase komme ich zu ganz eigenen Erkenntnissen und Gedankengängen.

Die Entwertung komplexerer Linknetzwerke ist nicht “neu” und gehört zum täglichen Geschäft

Mit Beginn der besonderen “Rolle” der Firma “Google” entwickelte sich ein besonderes Interesse an der Manipulation der Rankingergebnisse mit Hilfe diverser Strategieansätze in den Bereichen Onpage, Offpage, Whitehat und Blackhat sowie weiterer “Spielarten”. Hierdurch entwickelte sich die Branche der “Suchmaschinenoptimierung” mit entsprechenden “allgemeingültigen” Strategieansätzen hinsichtlich des Linkaufbaus. Es erscheint als logisch, dass sich zu irgendeinem Zeitpunkt ein quasi “Kleinster gemeinsamer Nenner” zwischen einer großen “Mannschaft” an SEOs bzgl. der Wahl diverser – vermeintlich profitabler – Varianten der Suchmaschinenoptimierung ergeben wird. Beispiele hierfür wären der Einsatz von “Social Bookmarks”, “Blogcomments” mit Hilfe der “Scrapebox”, massives Twitterspamming, automatisierte Katalogeinträge oder auch das (halb)automatische Absenden von PR-Meldungen zzgl. “harter” Verlinkungen.

Im Laufe der Zeit oder der “Existenz” der “Szene” entstanden mehr oder weniger brauchbare Analysetools mit dem Ziel, die Verlinkungen / Vernetzungen von bspw. Wettbewerbsauftritten zu analysieren: sicherlich verstärkte die Einführung solcher Reportingsysteme irgendwann die Entwicklung diverser Linkaufbautrends.

Irgendwann entstand ein gewisses Legitimationsproblem: durch die natürliche Weiterentwicklung des Internets und des Nutzerverhaltens ergab sich eine Lücke zwischen vielen SEO-Techniken und der relativ “flüchtigen” Bedürfnisse potentieller Suchenden / Kunden: Socialbookmarks, Kataloge und extrem lange / aufgeblähte Blogcommentlisten wurden nicht mehr so intensiv konsumiert.

Was ist danach passiert? Im Gegensatz zu viel Gerüchten und Verschwörungstheorien ist die Firma “Google” selbstverständlich nicht das quasi-personifizerte Internet. Diese Firma beansprucht lediglich das völlig legitime Recht, mit Hilfe des Internets Geld zu verdienen und strebt durch diverse Personalentwicklungen, technischen Entwicklungen oder Entwicklungen diverser Zusatzservices nach Perfektion (zugegeben: ich zolle Respekt). Also stelle ich die folgenden Thesen auf:

Die Firma “Google” entwickelt sich anhand des Internets weiter und orientiert sich hierbei an den spezifischen Bedürfnissen der Nutzer.

Diese These kann man mit der Tatsache des Aufkaufs von Youtube und Blogger.com untermauern. Dasselbe gilt für die Entwicklung eines eigenen Socialmedia-Services (Google+) und der phasenweise Abgewichtung veralteter – also nicht oder wenig beachteten – Medien. Weitere Hinweise lassen sich auch in den “Webmaster Richtlinien” nachlesen: hier gibt die Firma “Google” bspw. den Hinweis, dass Angebote und Produkte etc. für “richtige” Menschen zu entwickeln und zu vermarkten sind.

Die Firma “Google” zwingt niemanden einen speziellen Willen, spezielle Nutzverhalten etc. auf.

Eigene Projekte und viele Auftritte diverser Klienten zeigen immer wieder, dass die Verwertung von bspw. Google Analytics oder Webmastertools zwar enorm hilfreich sein kann (Benutzerführung, Aufbereitung der Datensätze etc.), jedoch keine Pflicht darstellt: Unterschiede bei Rankingeffekten zwischen verwendeten G-Services und einer bewussten Ausklammerung sind nicht erkennbar. “Google” wird es sicherlich “gut” finden, wenn zum Zwecke der Werbung, der Positionierung oder zur Kommunikation möglichst viele Menschen bspw. Google+, Youtube oder die Shopping-Suchmaschine nutzen: einen direkten Zwang kann ich hierbei nicht erkennen.

Was gilt es nun zu beachten? 

Ich bin derzeit (auch) der Meinung, dass sich die “Branche” oder die “Szene” der Suchmaschinenoptimierung verändern muss. Persönlich kann ich mich mit einer weiteren Ausdifferenzierung in Unterformen mit lustigen und hochintelligent klingenden “Berufs”bezeichnungen nicht anfreunden. Will die SEO wieder im Sinne der Nachhaltigkeit agieren, wird eine intensive Beschäftigung mit dem – offenbar – “unbekannten” Wesen genannt “Leser” oder “Kunde” notwendig. Hierfür existieren vielfältige Prozeduren und Strategieansätze. Ich bevorzuge bspw. eine Trendgegenprüfung über stark frequentierte “SocialMedia” wie Instagram, Facebook und Twitter in Form von “Nutzwertanalysen”. Man kann über eine solche “klassische” Nutzer & Marktanalyseprozedur folgendes nachprüfen:

  1. welche Angebote werden konsumiert
  2. existieren Probleme rund um diverse Angebote (sichbar durch Bewertungen, Comments)
  3. sind Angebote im Trend (sichtbar durch Bewertungs- und Commentfrequenzen)
  4. wo halten sich Zielgruppen auf (sichtbar durch Commentfrequenzen auf Socialmedia, Plattform, System – XYZ)

Eine mögliche Hilfestellung kann der von mir hier veröffentlichte “Socialmedia-Tracker” bieten und über Anbindungsmöglichkeiten an Auswertungsschnittstellen habe ich mich in diesem Beitrag geäußert.

Folgt man einen Nutzer- und problemlösungsorientierten Ansatz, ergibt sich in der sogenannten “Onpageoptimierung” folgende mögliche Handlungsanweisung:

  1. Beantworte in deinen Produktbeschreibungen mögliche – und vorher identifizierte – Fragen.
  2. Rede mit deinen Kunden und erfahre hier Probleme, Sorgen, Schwierigkeiten.
  3. Beantworte Fragen und löse Probleme ausführlicher und qualitativ besser als Deine Wettbewerber.
  4. Automatisiere Datenerhebungsprozeduren, aber NICHT die Dateninterpretation
  5. Stelle – bei Bedarf (erklärungsbedürftige Dienstleistungen, Produkte etc.) – Dich persönlich vor und beantworte mögliche Fragen persönlich.

Ausgehend vom Analytischen / Konzeptionellen Ansatz ergeben sich folgende Tipps in der Offpagestrategiewahl:

  1. Werde Dir bewusst, dass jegliche Linksetzungen u.U. als Eingriff in die Algorithmen der Suchmaschinen interpretiert werden können und somit die Grenze zwischen “Blackhat” und “Whitehat” verschwimmt.
  2. Verzichte auf Linktausch, Linkkauf, Artikeltausch und Artikelkauf anhand von Metriken wie Pagerank, Alexa-Rank oder Sichtbarkeitsindizes und achte – sofern die genannten “Stilelemente” gewählt werden – nur und ausschließlich auf die Besucherströme Deiner potentiellen Linkspender.
  3. Entwickle ein mehrsäuliges Linksetzungskonzept, welches stark an das Kommunikationsverhalten Deiner anvisierten Zielgruppen ausgerichtet ist.
  4. Verzichte auf Standards und auf schwach frequentierte Linkspendertypen (Socialbookmarks, zugespammte Blogs, usw.)

Was zeichnet ein “mehrsäuliges” Linksetzungskonzept aus?

Ein solches Konzept besteht aus einer Anzahl von völlig unabhängig voneinander existierenden Linkspender und Kommunikationslinien. Es ist in der Lage, eventuelle Schwankungen – gezeigt durch phasenweise Abgewichtung oder Aufgewichtung von Medien – aufzufangen und abzufedern.

Ich werde auf diesem Blog bei Gelegenheit einige mögliche Varianten in Skizzenform darstellen. Anfragen und Kontaktwünsche werden selbstverständlich gern unter anne(at)pontipix.de oder info(at)pixologisch.de entgegen genommen.

 

 

 

DIE Suchmaschinenoptimierung – ein Definitionsansatz

Sehr häufig werde ich von Freunden und Bekannten gefragt, was ich ich eigentlich den ganzen Tag so treibe – also was denn dieses “Ding” Suchmaschinenoptimierung überhaupt ist.

Ich definiere die SEO wie folgt:

Die SEO dient der Bewerbung eines Webprojektes (Seiten, komplexere eCommerce-Anwendungen usw.) wobei das Objekt als komplette Einheit zu betrachten ist. Der “Werbeakt” findet – wie im “richtigen Leben” auch – mit Hilfe diverser “Kommunikationsprozesse” statt, welche sich immer und immer wieder durch geeignete Verknüpfungen (Links, Linkstrukturen, komplexere Netzwerke, etc.) realisieren lassen. Pragmatisch betrachtet ist das “Werben” nichts anderes als Identität A redet mit Identität B über das zu bewerbende Objekt. Dieses “Reden” produziert letztendlich die gewünschten Effekte wie bspw. dass weitere “Identitäten” durch die Kommunkation auf das zu betreuende Objekt aufmerksam werden oder die Positionierung von Keywords.

Die Suchmaschinenoptimierung ist also:

  1. das Bewerben sämtlicher Informationen einer Webpräsenz / aller Produktinformationen eines Webshops
  2. die gezielte Förderung einer relativen Positionierungswahrscheinlichkeit hart umkämpfter Keywords durch die gezielte Bewerbung themenrelevanter Informationen (bspw. Promo für Produkte, welche das Keyword “beschreiben”
  3. Realisierung komplexer Kommunikationsabläufe (das Reden über das zu bewerbende Objekt)

Die Suchmaschinenoptimierung ist (definitiv) nicht:

  1. Das Veröffentlichen vermeintlich interessanter und stark nachgefragten Informationen und Abwarten, bis irgendwer “viral” oder “organisch” Verlinkungen vornimmt.
  2. Das Mieten, Kaufen und Tauschen von Links, Artikelplätzen usw. zum Zwecke der Erhöhung des SI oder des PageRanks.
  3. Einseitige Strategiewahl. Ganzheitlich betrachtet, kann eine Suchmaschinenoptimierung niemals nachhaltig wirken, wenn bspw. der Linkaufbau nur und ausschließlich mit Hilfe von Socialbookmarks oder (!) Blogcomments oder (!) statisch wirkende Sidebarlinks realisiert wird.

 

Werthaltigkeitsanalysen – wie bekommt man heraus, welches Keyword “profitabel” ist?

Eines der größten Probleme der SEO ist die Identifikation von wirtschaftlich werthaltigen Phrasen und Keys. Unterstellt man eine optimale Ausgangssituation des zu bewerbenden Objektes in Form von technischer Sauberkeit und “ordentlich” aufbereiteten Inhalten, wäre eine mögliche Analysestrategie die Folgende:

A) “Real Life”

1.) Wie groß ist der Wettbewerb zu Produkt XYZ?

Nachforschen kann man hier über die Plattformen eBay, Amazon oder Google-Shopping.

2.) Wieviele Produkte vom gleichen Typ oder ähnlichem Typ werden verkauft und wie hoch ist die Neueinstellungsfrequenz?

Hier gilt:

- je mehr artverwandte Produkte angeboten werden, desto mehr “Markt” kann man unterstellen

- je höher die Einstell- und Änderungsfrequenz je Produkt ist, desto “lebendiger” ist der Markt

3.) Wie hoch ist die Preisspanne?

Hier gilt:

- je höher die Preisspanne von preiswerten Produkt zu teuersten Produkt, desto “lebendiger” ist der Markt

4.) Tagespresse

Es hilft natürlich immer in der Bewertung von Produkten, die aktuelle Presse zu beobachten. Wenn bspw. Elektronikgeräte in großen Zeitschriften beworben werden, kann von einer potenten Zielgruppe ausgegangen werden. Wenn Negativberichte publiziert werden, lassen sich hier auch Abstriche an der Werthaltigkeit der zu bewerbenden Produkten erkennen …

B) Internet, Wettbewerbssituation im WWW

Hier gilt:

- Positionsentwicklungen: eigenes Projekt vs. Wettbewerb

- “globale” Indexierungsentwicklungen: eigenes Projekt vs. Wettbewerb (je nach Bedarf auch je Tag / Woche / Monat)

- Analyse von Indexierungsfrequenzen des Wettbewerbes via “site:domainname.de intitle:produkt” usw.

- Beobachtung von Social Media (Blogs, Facebook etc.) => je häufiger ein Produkt besprochen wird, desto höher ist die unterstellbare “Werthaltigkeit”.

Besondere Recherchefälle wären hier:

1) SEM-Aktivitäten

Wir schauen uns hierbei an, wer zu welchem Zeitpunkt – gemessen an einer Woche / einem Monat – zu den jeweiligen Keys auf welchen Werbeplätzen steht. Hieraus kann man vor allem die wirtschaftliche Gewichtung von Keys und konkrete Käuferverhalten ablesen. Es gilt hierbei: je häufiger ein Key auf Pos.1 beworben wird, desto mehr Käufer der beworbenen Produkte im Beobachtungszeitraum (Mittags, Nachmittags, etc.). Je mehr Anbieter sich um die Top-Positionen “bewerben”, desto höher ist die Werthaltigkeit, die den Produkten unterstellt wird.

2) Produkt- und Firmenbewertungen

Interessante Contentlieferanten sind neben der üblichen Bewertungsportale natürlich auch die Rezensionen aus Amazon, Google-Sellerpages oder eBay-Händlerbewertungen. Hier gelten für uns die folgenden Zusammenhänge:

- je höher die Bewertungspublishfrequenzen, desto werthaltiger das Produkt

- je gemischter die Bewertungen (schlecht bis gut), desto “interessanter” das Produkt, wobei man hier von “echten” Bewertungen ausgehen “darf”

- je “natürlicher” die Konsumenten / Händlerkommunikation, desto “werthaltiger” das Produkt

- je weniger Problemfälle in den Bewertungen, desto “werthaltiger” und “hochwertiger” das Produkt

3) Kleinanzeigenmärkte

Hin und wieder nutzen wir große und bekannte Kleinanzeigenmärkte zu einer groben Recherche. Angebotene Produkte mit stark fallenden Preisen gegenüber der marktüblichen Preise können auf Probleme hindeuten, viele Gesuche nach Produkten und Dienstleistungen deuten immer auf eine große Nachfrage hin.

Was macht man nun mit den zu gewinnenden Zahlen und Erkenntnissen? Im Prinzip entwirft man eine projektbezogene Nutzwertanalyse und realisiert so einen fortlaufenden Beobachtungs- und Bewertungsmechanismus.

Die o.g. Liste lässt sich je nach Entwicklungen und Tendenzen weiterführen. Ganz bewusst habe ich hier die Benutzung diverser Trafficdatenbanken und Google-Tools ausgeklammert. Das bedeutet nicht, dass diese Applikationen unwichtig oder gar ignorierbar sind: ich nutze diese allerdings nur zum Gegencheck gewonnener Erkenntnisse.

Die piXologisch Easypromo in der Premiumversion analysiert aktuell nur die üblichen SEO-Variablen (Positionen- global und lokal, SEM-Aktivitäten, Alexa, Pagerank, SI, usw.). Eine Weiterführung der Monitoringmodule ist hier in Planung.

Du hast Fragen zu den Werthaltigkeitsanalysen? Du suchst allgemeinen Erfahrungsaustausch? Kontakt: info(at)pixologisch.de / 0176-67472781.

über Sinn und Unsinn diverser Contentdiskussionen

Die obligatorische Forenlektüre förderte einmal wieder diverse virtuelle Diskussionen rund um das Thema “Contentqualität” zu Tage. Hier ist auffallend, dass zu häufig wie folgt argumentiert wird:

  1. Guter Content ist ein Garant für eine optimale Position, Traffic und Umsatz.
  2. Guter Content ist unique-Content.
  3. Guter Content automatisiert den Linkaufbau auf “natürliche” Weise.

Im Rahmen meiner SEO-Aktivitäten frage ich mich immer wieder, wie man “guten” Content eigentlich im Detail erkennt und definiert. Wirklich interessanter und werthaltiger Inhalt ist ein auf die Befriedigung diverser Bedürfnisse zugeschnittener. Um die Bedürfnisse der zu bedienenden Zielgruppe überhaupt zu erkennen, bedarf es einiger Recherchearbeiten:

  1. Trendidentifikationen via Keywordtool, Google-Trend
  2. Langzeitbeobachtungen: entstehen Produktrezensionen, Produktbewertungen, Firmenbewertungen auf Bewertungsportalen und Shoppingplattformen wie eBay und Amazon?
  3. Medienanalyse außerhalb des WWW, also TV, Radio und Zeitschriften
  4. Kommunikationsanalyse- und beobachtung der Fanpages diverser Mitbewerber

Man kann also die folgenden Schlüsse ziehen:

  1. je mehr Kommunikation in Form von Bewertungen zu Produkt XYZ existieren, desto werthaltiger ist ein Produkt
  2. je werthaltiger ein Produkt ist, desto umfangreicher sind Bewertungstexte
  3. je farbiger die Wortwahl der Bewertungstexte ist, desto umfangreicher ist die Liste der zu optimierenden Keywords
  4. ausformulierte Bewertungstexte zeigen ein Sprach- und Suchverhalten und der kleinste gemeinsame Nenner zeigt die zu optimierende Phrasen
  5. hohe Publikationsfrequenzen von Rezensionen, Bewertungen und allgemeine Meinungsäußerungen etc. zeigen eine (mögliche) hohe “Werthaltigkeit” diverser Keywords welche sich in den Produkten und Produktbeschreibungen wieder finden

Inhaltsdiskussionen und Publishaktivitäten sind in Verbindung mit einem Blick auf das “reale Leben” also relativ einfach. Ich beobachte und teste hin und wieder diverse Social-Media-Analyse-Services wobei ich hin und wieder feststelle, dass eine vollumfängliche softwarebasierte Beobachtungslösung nicht existiert und der vorhandene Markt meine / unsere Bedürfnisse nicht abdecken kann. Es wäre also denkbar, dass ich die piXologisch EasxyPromo hier um einige Monitoringfeatures erweitere …

linkkaufbasierende Suchmaschinenoptimierung, mögliche Gefahrenquellen

Die obligatorische Lektüre diverser SEO-Blogs und Foren machte mich auf eine immer wieder auftauchende Frage aufmerksam:

“Was passiert mit meinen Links, wenn ich den Deal mit meiner SEO-Agentur aufkündige?” oder “Stürze ich nach Beendigung des Engagements ab?”

Die Beantwortung dieser Fragen ist niemals leicht. Sie zeigt jedoch gravierende Mängel in der jeweiligen Strategie auf. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass unsere Anfragenden sehr genau nachhaltige Lösungen einfordern die einen Absturz nach Dealbeendigung ausschließen oder nicht im Verbrennen einer Domain münden. Wenn allerdings die honorarpflichtige Suchmaschinenoptimierung nahezu ausschließlich auf dem Tausch, Kauf und Miete von Verlinkungen basiert, erscheint mir eine Löschung mit Dealbeendigung als logisch. Der Grund ist relativ einfach: Links verbrauchen u.U. wertvolle Ressourcen welche für nachfolgende Geschäfte einsetzbar wären. Diese Ressourcen erfordern eine ständige Pflege und produzieren Kosten betr. Hosting, inhaltliche Gestaltung und Design. So gesehen ist es selbstverständlich Aufgabe des jeweiligen Dienstleisters, das eigene Klientel vollumfänglich, nachhaltig und abgesichert aufzuklären. Dies scheint – gemessen an den vielen Angstschreien – nicht immer der Fall zu sein und gelegentlich frage ich mich, ob diese Strategie (also Linkkauf etc.) nicht eine besondere Form von “Blackhat” ist. Was mich auch immer wieder wundert ist, dass diese Strategieansätze verfolgt werden, obwohl nach diversen Meldungen von “offizieller Stelle” Linkkauf, Linktausch und Linkmiete böse ist.

Technisch betrachtet kann man ein kurzfristiges Wegbrechen diverse Links definitiv als Kommunikationsabbruch definieren. Ist also ein Link – welcher physisch nicht mehr existiert – noch erfasst, wird Dieser durch diverse Suma-Bots besucht. Stellt ein Bot fest, dass die physische Existenz nicht mehr gegeben ist, findet selbstverständlich eine rankingbezogene Abgewichtung der zu promotenden Seiten statt. Dieser Zustand ist in etwa vergleichbar, wenn bspw. diverse Medien ad hoc nicht mehr über einen Star publizieren – das Objekt (in diesem Fall bspw. eine Teenieband) wird also “vergessen”. Fallen wenige Links weg, ist das “Vergessenwerden” reparabel – werden viele oder alle (!) Verlinkungen gelöscht und lagen die ehemaligen Backlinks auch auf gut besuchten / indexierten Seiten, wäre ein Totalverlust einzukalkulieren.

Also wie macht man es richtig? Am besten ist es natürlich, man verzichtet auf das Eingehen diverser Abhängigkeitsverhältnisse. Mir ist es persönlich zu risikoreich und zu aufwändig, ständig Linktauschpartner schnorren zu müssen oder zu hoffen, dass Partner XYZ auch “standardkonform” arbeitet. Ganz ehrlich: es gibt keine Garantie, dass ein geschnorrter Linkspender auch ein ordentlicher Linkspender bleibt. Vermutlich ist das der Grund, warum ich mich jahrelang mit Netzwerkstrukturen und WWW-basierende Kommunikationsprozesse beschäftige.

Will man eventuelle Gefahrenquellen minimieren oder u.U. sogar ausschließen, stellt man sehr schnell fest dass die Suchmaschinenoptimierung auf vielen verschiedenen und idealerweise voneinander unabhängig aufgestellten Säulen basieren muss. Eingebunden in ein großes SEO-Konzept kann das – von mir ungeliebte – Tauschen von Links durchaus eine sinnvoller Ergänzung darstellen, jedoch vielleicht nur zu 5%.

Selbstverständlich sind grundlegende Aufklärungsaktivitäten vonnöten. Der Dienstleistungsabnehmer der Suchmaschinenoptimierung MUSS in Form von Erläuterungen im SEO-Prozess eingebunden sein. Ich gehe hier z.T. so weit, dass ich unseren Klienten immer eine Basisschulung “verpasse”.

Sinn und Unsinn von Linktauschaktivitäten

Heute entdeckte ich ein interessantes “Pro-Tausch”-Argument. Man formulierte hier in der Richtung, dass “je nach Entwicklungsstand” eines eigenen Projektes diverse Linktauschaktivitäten etwas schön “rennen” lässt. Nun denn, naturgemäß habe ich eine etwas andere Sicht auf diese Dinge. Zuerst frage ich mich, wie sich Linktausch, Linkmiete und Linkkaufaktivtäten denn mit dem aktuellen Ist-Zustand – produziert durch die letzten G-Updates – vereinbaren lassen. Wie war das noch gleich? Das Tauschen, Mieten und Kaufen ist “Böse” und grundlegend gegen die Google-Richtlinien? Wie passt hier die offensichtliche Schere zwischen Aussagen diverser SEO-Foren und SEO-Blogs und den gefühlten 100 täglichen Anfragen?

Gesetzt dem Fall man betreibt diese Aktivitäten als zentrales “Element” der Suchmaschinenoptimierung, sehe ich viele Gefahrenquellen:

  1. keine oder wenig Kontrolle über die Arbeitsweise des Partners (Linkaufbau, allgem. Marketing usw.)
  2. keine oder wenig Einsichtsmöglichkeiten in die konkrete Trafficzusammensetzung des Partners (ja … SI, Alexa-Rank und PageRank ist eben doch nicht alles …)
  3. bei Linkanfragespams via den “üblichen” Foren und Plattformen die Herstellung der Durchsichtbarkeit der eigenen Arbeitsweise (könnte ggf. zu Abstrafungen oder “Meldungen” führen)

Für mich ist das Tauschen, Kaufen und Mieten von Links ein kleiner Abklatsch der “Kunst”, welche ich “Suchmaschinenoptimierung” nenne. Nach der Sichtung vieler Reports diverser SEO-Arbeiten, welche auf den o.g. Aktivitäten maßgeblich basieren, frage ich mich hin und wieder auch nach der Berechtigung branchenüblicher Honorare. Ich meine: wie identifiziert man einen Linkkauf, Linktausch oder Linkmietpartner? Jeder Branchenmitspieler verwendet Analyseapplikationen wie Sistrix und diverse Anfragespamwerkzeuge zur Identifizierung, Gewichtung und Ansprache potentieller Partner. Wie hoch wird hier denn der jeweilige Arbeitsaufwand sein? Na?

Ich frage mich persönlich immer, wie nachhaltig und wirtschaftlich werthaltig die Offpageoptimierung anhand von Linktausch etc. sein kann. Was passiert bspw. bei der Beendigung eines entsprechenden Engagements? Die Links verschwinden in der Regel innerhalb eines kurzen Zeitraumes. Der Effekt kann hier ein sofortigen Absturz des zu promotenden Projektes bedeuten. Die üblichen SEO-Foren sind voll von panischen Meldungen mit der Frage “Was passiert … wenn ich den Deal beende?”.

Nach diversen Reparaturaktivitäten (ja … auf meinen Schreibtisch landen öfters linktauschverbrannte Seiten … ) komme ich immer wieder zu der Erkenntnis, dass eine wirklich nachhaltige SEO eher netzwerk- und kommunikationsbezogen ist. Sie besteht also im Anstoß, der Entwicklung und in der Pflege des “Redeprozesses”, welcher u.a. die zu bewerbenden Objekte zum Inhalt hat. Das “organische” oder “natürliche” hat sich selbstverständlich in der jeweiligen “Komposition” des Kommunikationsprozesses wiederzuspiegeln.

 

GOOGLE-WEBMASTER-RICHTLINIEN

Richtlinien für Webmaster

Bei Einhaltung dieser Richtlinien kann Google Ihre Website leichter finden, indizieren und einstufen. Auch wenn Sie keinen dieser Ratschläge befolgen, wird dringend empfohlen, die Qualitätsrichtlinien zu beachten. In diesen Richtlinien werden einige der unerlaubten Verfahren beschrieben, die zur dauerhaften Entfernung einer Website aus dem Google-Index oder zu anderen Strafmaßnahmen führen können. Nach einer entsprechenden Strafmaßnahme wird die Website nicht mehr in den Suchergebnissen auf Google.de oder auf einer der Websites im Google-Werbenetzwerk angezeigt.

Qualitätsrichtlinien
In diesen Qualitätsrichtlinien wird auf die gängigsten irreführenden und manipulativen Verfahren eingegangen. Darüber hinaus reagiert Google unter Umständen negativ auf andere, hier nicht aufgeführte Vorgehensweisen (z. B. Täuschung von Nutzern durch Registrierung von absichtlich falsch geschriebenen Namen bekannter Websites). Ist ein bestimmtes irreführendes Verfahren hier nicht aufgelistet, lässt dies nicht den Schluss zu, dass dieses Verfahren von Google toleriert wird. Webmaster, die ihre Zeit und Energie für die Einhaltung und Aufrechterhaltung der Richtlinien aufwenden, erweisen ihren Nutzern einen weitaus größeren Dienst und werden folglich durch ein besseres Ranking belohnt als diejenigen, die ständig nach Schlupflöchern suchen.
Sind Sie der Meinung, dass bei einer anderen Website die Qualitätsrichtlinien von Google missachtet werden, melden Sie diese Website bitte unter https://www.google.com/webmasters/tools/spamreport?hl=de. Google zieht die Entwicklung skalierbarer und automatisierter Problemlösungen vor. Wir versuchen daher immer seltener, einzelne Spamvorkommen zu bekämpfen. Die erhaltenen Spam-Meldungen ermöglichen die Entwicklung skalierbarer Algorithmen, durch die zukünftige Spam-Angriffe erkannt und blockiert werden können.

Qualitätsrichtlinien – grundlegende Prinzipien
Erstellen Sie Seiten in erster Linie für Nutzer, nicht für Suchmaschinen. Versuchen Sie nicht, Ihre Nutzer zu täuschen. Stellen Sie zudem keinen Content für Suchmaschinen bereit, den Sie nicht für Ihre Besucher verwenden. Dies wird als “Cloaking” bezeichnet.
Vermeiden Sie Tricks, die das Suchmaschinen-Ranking verbessern sollen. Beachten Sie die folgende Regel: Sie sollten kein schlechtes Gefühl haben, wenn Sie den Inhabern einer konkurrierenden Website Ihre Vorgehensweise erklären müssten. Eine weitere hilfreiche Frage lautet: “Nutzt dies den Besuchern meiner Website? Würde ich das auch tun, wenn es keine Suchmaschinen gäbe?”
Nehmen Sie nicht an Linktauschprogrammen teil, die dazu dienen, Ihr Ranking oder Ihren PageRank zu verbessern. Meiden Sie insbesondere Links zu Webspammern oder fragwürdigen Websites im Web, da Ihr eigenes Ranking durch solche Links negativ beeinflusst werden kann.
Verwenden Sie zur Anmeldung von Seiten, zum Überprüfen des Rankings sowie für ähnliche Aktionen nur autorisierte Software. Nicht autorisierte Programme belegen Ressourcen und verstoßen gegen unsere Nutzungsbedingungen. Google rät von der Verwendung von Produkten wie WebPosition Gold™ ab, die automatisch oder programmgesteuert Suchanfragen an Google senden.
Qualitätsrichtlinien – spezielle Prinzipien
Vermeiden Sie verborgenen Text oder verborgene Links>.
Vermeiden Sie Cloaking oder irreführende Weiterleitungen.
Senden Sie keine automatischen Anfragen an Google.
Laden Sie keine Seiten mit irrelevanten Suchbegriffen hoch.
Erstellen Sie keine doppelten Seiten, Sub-Domains oder Domains, die im Grunde denselben Inhalt haben.
Erstellen Sie keine Seiten mit böswilligen Funktionen, durch die beispielsweise Phishingversuche unternommen oder Viren, Trojaner oder andere schädliche Programme installiert werden.
Vermeiden Sie Doorway-Seiten, die speziell für Suchmaschinen erstellt wurden, sowie die Verwendung anderer vorgefertigter Techniken wie beispielsweise Partnerprogrammen ohne oder mit nur wenig eigenem Inhalt.
Falls Sie mit Ihrer Website an einem Partnerprogramm teilnehmen, prüfen Sie, ob Ihre Website einen wirklichen Wertgewinn darstellt. Stellen Sie speziellen und relevanten Content bereit, der Nutzer zum Besuch Ihrer Website veranlasst
Quelle: Google “Richtlinien für den Webmaster”

Es ist für uns immer wieder interessant zu sehen, wie wenig Beachtung diesen Richtlinien geschenkt wird.

Was ist eine Schattendomain?

Unter Schattendomain wird im Bereich der Suchmaschinenoptimierung eine Domain verstanden, die mithilfe einer irreführenden Weiterleitung zu einer anderen Website führt. Die eigentliche Optimierung wird dabei auf der Site der Schattendomain vorgenommen. Wenn die Schattendomain nicht dem Webseitenbetreiber, auf dessen Seite weitergeleitet wird gehört, sondern dem Suchmaschinenoptimierer, besteht die Gefahr, dass dieser bei Vertragsbeendigung die Schattendomain auf die Webseite der Konkurrenz umleitet. Schattendomains verstoßen gegen die ethischen Grundsätze der Suchmaschinen, ihre Verwendung kann dazu führen, dass der Seitenbetreiber aus dem Index entfernt wird. Quelle: wikipedia.de