Keywordrecherche – Werthaltigkeitsanalysen: ein möglicher Ansatz

Im Rahmen meiner Aktivitäten frage ich mich sehr häufig: „Lohnt sich die Optimierung auf Keyword XYZ? Bringt eine Optimierung auf Keyword XYZ überhaupt den gewünschten Geldfluss und Traffic für den zu betreuenden Klient?“.

Neben den bekannten Trafficdatenbanken und Recherchetools rate ich immer zum „Blick über den Tellerrand“. Spannende Ressourcen wären:

[Kleinanzeigenmärkte]

Habe ich bspw. die Aufgabe, einen Händler für Kaffeemaschinen zu bewerben, ist ein Blick in BEKANNTE Kleinenanzeigenmärkte interessant. Entdecke ich hier eine hohe Anzahl aktueller Anzeigen (nicht älter als 5-7 Tage) von verschiedenen Akteuren, kann ich hier einen geldwerten Markt unterstellen. Selbstverständlich ist hier auf eine durchschnittliche Qualität der angebotenen Produkte zu achten (Neuware, Gebrauchtware, reparaturbedürftige Artikel etc.).

Interessante Kleinanzeigenmärkte sind:

1)  eBay – Kleinanzeigen

Dieser Markt lässt sich via RSS-Feed „beobachten“. Die URL hierfür ist: http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-feed.rss?keywords=deinkeyword&adType=WANTED („deinkeyword“ durch das gewünschte Produkt austauschen … und für die Angebotefeeds „adType=WANTED“ zu „adType=OFFER“ ändern).

2) http://www.kijiji.ch/ und http://www.kijiji.at/

Die Recherchemöglichkeiten funktionieren ähnlich wie beim Deutschen Ableger. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass ebaykleinanzeigen Schweiz und Österreich interessante Akquisekanäle darstellen können weil gepostete Anzeigen innerhalb weniger Minuten indexiert werden. Ein Posten macht natürlich nur Sinn, wenn etwas IN den jeweiligen Ländern angeboten wird. :-)

3) http://www.markt.de/ und  http://www.quoka.de/

Selbstverständlich ist bei den Kleinanzeigenmärkten darauf zu achten, wer (Privat, gewerblich) anbietet und sucht. Eine interessante Quelle der Inspiration ist die Ausgestaltung einer Kleinanzeige. Hier versuche ich i.d.R. einen kleinsten gemeinsamen Nenner betr. der Wortwahl zu finden und entsprechend den gewonnenen Erkenntnissen Produktbeschreibungen und Werbeformulierungen anzupassen. Ich unterstelle quasi, dass nach ausformulierten Phrasen / Worten innerhalb von bspw. Kleinanzeigen natürlich auch verstärkt gesucht wird.

[Bewertungsportale]

Eine sehr lebensnahe Inspirationsquelle für die Werthaltigkeit diverser Angebote / Produkte sind Bewertungsportale wie Trustpilot, Shopvote und ShopAuskunft. Es ist logisch, dass häufig bewertete Produkte, Produktgruppen etc. als „werthaltig“ zu betrachten sind. Hier ist selbstverständlich auf die Qualität der Bewertungen zu achten: negative Bewertungen versprechen eine geringere „Werthaltigkeit“ als positive Bewertungen.

[Preisvergleichssysteme]

Ein erster Anlaufpunkt ist Google-Shopping. Hier sind die folgenden Variablen interessant:

  1. Wieviele Anbieter gibt es?
  2. Wie hoch ist die Preisspanne? Was ist der niedrigste Preis, was ist der höchste Preis und was ist der mittlere Preis?

Es existieren selbstverständlich weitere Datenquellen anhand deren man usergenerierte Rückmeldungen abholen kann. Was macht man mit den gewonnenen Erkenntnissen? Ich empfehle immer die Etablierung standardisierter Reportings- ein Ansatzpunkt wäre die „gewichtete Nutzwertanalyse“.

Zusammenfassend empfehle ich Folgendes:

  1. Beobachte neutral gehaltene Bewertungen in den Bewertungsportalen und schreibe in Deine Werbung / Produktbeschreibungen die Positivsteigerungen der identifizierten neutralen Beschreibungen. Beispiel: „das Produkt XYZ ist recht teuer“ => „Produkt XYZ – hier günstig kaufen“, „das Produkt XYZ ist schwer zu montieren“ => „die Montageanleitung für Produkt XYZ liegt bei, bei Problemen kontaktieren Sie unsere kostenfreie Hotline“
  2. Beobachte Preisschwankungen und passe Deine Preise entsprechend an. Sollte dies nicht möglich sein und Du Dich im oberen Preissegment befinden, solltest Du über eine Kompensation via Serviceleistungen nachdenken und diese „nahe bei“ (Design) den Produktbeschreibungen offensiv kommunizieren.
  3. Richte den Werbeteil Deiner Produktbeschreibungen nach den Worthäufungen von Kleinanzeigen (Angebote und Gesuche) und Bewertungen des Wettbewerbs aus.
  4. Integriere Positivumschreibungen, welche Du im Rahmen der Recherche identifizieren konntest, in den Produktnamen und / oder den globalen Titel Deiner Kategorieseiten.
  5. Falls Du Standardprobleme in den Bewertungstexten / Bewertungsportalen identifizieren konntest (Montageprobleme, Bedienprobleme), solltest Du einen Blog (extra TLD) aufbauen und hier Problemlösungen in Verbindung mit Deinen Produkten anbieten. Sei Dir bewusst, dass nach Problemlösungen gesucht wird. Leite die Inhalte Deines Problemlöserblogs auf Facebook und Twitter weiter.

Weitere Infos

[Bewertungsportale]

  1. http://www.trustpilot.de
  2. http://www.shopauskunft.de/
  3. http://www.ciao.de
  4. http://www.cheap-charlie.com
  5. http://www.dooyoo.de
  6. http://www.qype.com

[Tools]

  1. http://www.ranking-check.de/tipps-tools/seo-tools/keyword-datenbank/
  2. https://adwords.google.com/o/Targeting/Explorer?__c=1000000000&__u=1000000000&ideaRequestType=KEYWORD_IDEAS

[Reporting- und Analyseansätze]

  1. Gewichtete Nutzwertanalyse / Analyseverfahren aus: mlu.mw.tu-dresden.de
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Nutzwertanalyse

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.