Aktuelle Blogcommentbeispiele

Bei einer Fotogalerie mit den Inhalten „Dom“ und „Domgestaltung“ erschienen vor kurzem die folgenden Commentspams:

(1) Ernährungsberatung
„🙂 Die Figur an der Lehne sieht ja mal witzig aus 🙂 Schöne Bilder die du da veröffentlichst, schiesst du die alle selber? Wenn ja mit welcher Kamera?“
Dieser Spam wurde von mir aus den folgenden GrĂĽnden nicht freigegeben:
– Nickname, welcher sich „[name]-freak“ nennt
– absolut keinen Bezug der bespammten Seite zu den Inhalten der Galerie
– keinerlei Querverbindung zwischen Kirche, Dom und „Ernährung“
– schlecht umgesetzte Affiliateseite, schlechtes Layout
– absolute Standardfrage zur Kamera
– mein Impressum und das Postverhalten zeigt, dass die Bilder von mir sind

(2) Amazon-Affiliatespammer für Kühlschränke
„Wirklich wunderschönes ChorgestĂĽhl. Die Detailverliebtheit und die Präzision mit der damals schon gearbeitet wurde, ist faszinierend.
Vielen Dank für diese schönen Bilder des Engel-Reliefs und der fein heraugearbeiteten Figuren. 🙂
Liebe GrĂĽĂźe,
[Fakename]“
Dieser Spam wirkte auf mich schon etwas intelligenter und ich dachte mir auch, dass man sich hier etwas mehr Gedanken gemacht hat. Letztendlich gab ich diesen Text nicht frei und die GrĂĽnde hierfĂĽr sind:
– Nickname passt nicht auf den Namen des Impressums
– Nickname war ein Frauenname, warum?
– keinerlei Querverbindung zwischen „KĂĽhlschrank“ und „Dom“ oder „Kirche“ oder „Mittelalter“
– Warum wird sich hier bedankt?

(3) Affiliatespammer fĂĽr Tiertransportboxen
„Das ist noch richtige Handwerks Arbeit!“
Die AblehnungsgrĂĽnde sind:
– Name, welcher nicht mit dem Impressum der bespammten Seite zusammen passt
– keine logische und inhaltliche Querverbindung zwischen Kirche, Dom, der Ort des Doms (Erfurt) und der bespammten Seite
– die Inhalte der Galerie zeigen „Handwerksarbeit“
– gegenwärtig schaffen Restauratoren, HolzkĂĽnstler usw. ähnliche Objekte
– Einzeiler mit Ausrufezeichen

(4) Affiliatespammer für Diäten
„Faszinierend, wie filigran die Kunstwerke bearbeitet wurden.“
Die AblehnungsgrĂĽnde sind:
– Name, der im Impressum nicht vorkommt
– Einzeiler!
– absolut keine inhaltliche Querverbindung zu Dom, Kirche und der bespammten Seite
– extrem schlecht umgesetzte Affiliatespamseite auf einem Freehoster

(5) Affiliatespammer fĂĽr Kurzfristreisen, Reiseangebote
„Die sind mir bei meinem Besuch gar nicht aufgefallen. Schöne Fotos 🙂“
Die AblehungsgrĂĽnde sind hier:
– Name, der im Impressum nicht vorkommt
– absoluter Standard-Einzeiler
– Statement zeigt, dass man offensichtlich das Wichtigste der Stadt Erfurt völlig ignorierte
– „Schöne Fotos“ inkl. Smiley wirkt wie Freigabebettelei
– Quercheck auf die Seite zu „Erfurt“ zeigt made4SEO-Text ohne Bezug auf die Inhalte der Galerie

Bei der aktuellen Commentspam-„Welle“ fällt mir auf, dass die Akteure (auslesbar aus den jeweiligen Impressi) durchaus auch in unserer Branche aktiv sind. Genau hier frage ich mich, warum profane Kommentartexte, falsche Namen und die offensichtliche Zielgruppenirrelevanz trotz bekannter Erkenntnisse im Linkaufbau oder im Onlinemarketing (allgem.) offensichtlich zum Arbeitsalltag gehören.

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